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Botschafterin der Bonner Filmfair!

Auf der Bonner Filmfair war Regisseurin Carmen Losmann mit ihrem Dokumentarfilm "Oeconomia" das Publikumsmagnet. 115 Besucherinnen und Besucher nahmen an dem Filmabend im WOKI Platz und waren von der Dokumentation sehr beeindruckt: "Wir haben neue Informationen über die Finanzwelt erhalten", so die einen. Andere meinten, nun ein "konkreteres Verständnis von dem Wirtschaftssystem" erhalten zu haben. Oder, dass "ich und auch sonst jeder mehr über das Finanzsystem lernen und verstehen sollte."

In ihrem Dokumentarfilm "Oeconomia" versucht die Regisseurin die Spielregeln des Kapitalismus greifbar zu machen und geht dabei dem Verhältnis von Wachstum, Neuverschuldung und der Anhäufung von privatem Vermögen auf den Grund. Sie lässt BranchenkennerInnen und WissenschaftlerInnen zu Wort kommen. Obwohl sie häufig vor verschlossenen Türen steht, findet sie Wege, das Thema durch computergenerierte Grafiken zu veranschaulichen und Interviews mit SchauspielerInnen nachzustellen.

Seit ihres Studiums an der Kunsthochschule für Medien in Köln (2003-2008) beschäftigt sich Carmen Losmann mit dem Themenkomplex „Arbeitswelt“ und produzierte erste Dokumentarfilme wie „Arbeit am Ende“ oder „Allgemeine Geschäftsbedingungen“. Bereits ihr hochgelobtes Langfilm-Debüt „Work Hard – Play Hard“, das sich mit dem Human Ressource Managements auseinandersetzt, erzielte bundesweite Aufmerksamkeit und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Grimme-Preis 2014. Die Bonner Filmfair zeigte diesen Film 2016 und ließ ihn anschließend mit dem Publikum diskutieren.

Für Camen Losmann blieb allerdings die Frage offen, „warum Unternehmen ständig wachsen müssen, um Profite zu generieren. Damals begann auch die Finanzkrise von 2008 und viele Ökonomen konnten mir nicht erklären, was passiert ist. So bin ich neugierig geworden und habe Phänomene unseres Wirtschaftssystems wie die ständige Steigerung des Wachstums, die Verschuldung und die zunehmende Vermögenskonzentration untersucht“, erklärte Losmann der Plattform Filmreporter.de im November 2020. Ihre ersten Recherchen dazu machte sie 2012, und ab 2017 begann sie mit dem Dreh. Nach Fertigstellung im Jahr 2020 lief der Film im Forum der Berlinale und bekam neben vielen Auszeichnungen auch den Grimme-Preis 2022.

Das Organisationsteam war von Carmen Losmann, ihrem Film und ihrem Vermögen, komplexe Sachverhalten Menschen so näherbringen zu können, so beeindruckt, dass sie sie als Botschafterin der Bonner Filmfair anfragten. Mit Erfolg: "Auch ich habe die Bonner Filmfair in sehr guter Erinnerung und freue mich sehr über eure Anfrage. Kurzum: ich bin gerne eure Botschafterin!"

 

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